Maria Montessori - eine ungewöhnliche Frau


Maria Montessori wurde 1870 in Chiaravella/Italien geboren und war die erste Frau Italiens, die gegen alle Widerstände, zu Hause und in der Universität, Medizin studierte und schließlich Ärztin wurde. Durch ihre medizinische Arbeit kam sie zunächst mit geistig behinderten Kindern in Berührung und beließ es nicht nur bei deren medizinischer Betreuung. Sie vermutete, dass hier ein pädagogisches Problem vorlag, und die verblüffenden Ergebnisse, die die Kinder unter ihrere Anleitung erzielten, veranlassten sie, ab 1901 noch Philosophie und Psychologie zu studieren.

Sie wandte sich wieder der Arbeit mit Kindern zu und gründete ihr erstes Kinderhaus, die "Casa dei Bambini", wo sie aufgrund der intensiven Beobachtungen der Kinder bei der Arbeit mit Materialien, die von ihr teilweise selbst entworfen wurden, das pädagogische System der Selbsterziehung der Kinder in einer didaktisch vorbereiteten Umgebung entwickelte.
Hieraus begründete sie ihren reformpädagogischen Ansatz.

Sie baute diesen Ansatz bis 1914 für Grundschulen vollständig aus. Nach 1910 entstand über Weltanschauungen und Kontinenete hinweg eine weltweite Montessori-Bewegung.

Maria Montessori gründete Kinderhäuser und Schulen, die nach ihren Prinzipien und Methoden arbeiteten und hielt Vorträge und Kurse in Europa, Asien und Amerika. Sie lebte in Indien und England und starb 1952 in Nordwijk/Holland.